Diary, featured, thoughts

Und so sieht man sich wieder

Hallo Ihr Lieben,

da bin ich ja wieder. Mein letzter Eintrag ist ja schon wieder fast 2 Jahre her. So war das eigentlich gar nicht geplant – es hatte sich so ergeben. Und nach der langen Zeit dachte ich mir: was ist eigentlich mit deinem Blog? Ach ja, den gibt es gar nicht mehr… ehm, bitte was?

Okay, ehrlich gesagt, hatte mir die letzten zwei Jahre das Bloggen gar nicht wirklich gefehlt. Ich hatte einfach andere Prioritäten gehabt. All die Jahre hatte ich wirklich viel Spaß am Bloggen gehabt, hatte gerne meine Errungenschaften mit euch geteilt und Pseudo-Philosophie betrieben. Aber irgendwann wurde aus dem Hobby ein Zwang. Dinge durften nicht sofort geöffnet werden, bestimmte Deko durfte nicht für den alltäglichen Gebrauch benutzt werden – alles was ich tat, tat ich erstrangig für den Blog. Und es hatte mich sehr lange nicht gestört, denn ich hatte nichts anderes außer dem Blog und meine Arbeit mit Blogs, worauf ich stolz sein konnte.

Irgendwann konnte ich nicht mehr so weiter machen. Ich war (und bin) mitten in meinen Zwanzigern und wollte einfach nicht mehr. Ich wollte nicht mehr den Druck haben, jede Woche mindestens zwei Beiträge schreiben zu müssen. Ich wollte nicht für jeden Post bis zu 8h aufbringen, und am Ende trotzdem nicht zu 100% zufrieden mit dem Ergebnis sein. Als ich damals meinen nun besten Freund (besser) kennen gelernt hatte, öffnete es meine Augen: Ich will mehr als nur ein Produkt meines Blogs sein. Ich möchte mein Leben leben, nicht meinen Blog.

Resultat davon war also, dass mein Blog immer weiter an den Rand meines Lebens rutschte, bis ich ihn vollkommen vergaß. Darauf folgten fast zwei Jahre, in der ich mehr erlebt, mich mehr verändert und auf persönlicher Ebene mehr erreicht hatte als in den 4 Jahren zuvor. Ich hatte mir endlich ein Freundeskreis aufgebaut, bin manchmal mehr als mir lieb ist unterwegs und das Resultat ist immer zu 100% zufriedenstellend: Ein tolles Gefühl, endlich angekommen zu sein. Nicht mehr alleine zu sein. Mehr Menschen um mich zu haben, die genauso beknackt im Kopf sind wie ich. Die wirklich gerne Zeit mit mir verbringen, weil ich ich bin und nicht weil ich etwas erreicht habe. Ich hatte endlich den Mut, Dinge zu beenden – ohne Angst zu haben, für immer einsam zu sein oder zu versagen.

Was sich in den letzten 2 Jahren getan hat, kann ich ja mal in einem anderen Post schreiben. Ihr könnt es ja erst einmal verdauen, dass ich wieder da bin. Haha. 😀

♥ Mira

PS: Der etwas unvorteilhafte, aber durchaus glücklich wirkende Bild von mir entstand am 26.3.2017 bei einem entspannten Park-Gammeln mit Freunden. Danke an Chris, der in den letzten zwei Jahren zu einem meiner besten Freunde wurde und uns mit tollen Fotos füttert! 🙂 Hab dich lieb ♥

Leave a Reply