Diary, thoughts

“Dann hör doch auf zu bloggen!”

Unglaublich, aber mein letzter richtiger Post ist schon sechs Monate her. In dieser Zeit hat sich bei mir so viel geändert, hätte man mir das vor einem Jahr erzählt, hätte ich das niemals geglaubt. Alles aufzuzählen wäre Wahnsinn, zumal ich in letzter Zeit meine Privatsphäre sehr schätzen gelernt habe. Meine jahrelange Beziehung hat sein Ende gefunden, drei Monate später beziehe ich 50km weiter mein erstes eigenes Zimmer, war zum ersten Mal in Urlaub außerhalb von Deutschland und habe zwischenzeitlich das Bloggen aufgegeben.

Schöne Geschichte, aber warum dann dieser Beitrag?

Die Antwort ist ziemlich simpel: Ich vermisse es. Einerseits bin ich kein großer Fan davon, denn ich mag es einfach nicht, mir stundenlang den Kopf darüber zerbrechen zu müssen, was gut ankommen könnte, inspirierend zu wirken, perfekt für die Leser zu sein. Ich reiße lieber die Sachen, die ich kaufe, direkt auf und probiere es direkt aus, anstatt es erst einmal in der schönen Verpackung zu fotografieren um diese dann zeigen zu können. Darüber hatte ich zuvor schon geschrieben (ich glaube hier) und hatte als Kommentar ein “Dann hör doch einfach auf, wenn es dir nicht gefällt” kassiert. Danke für den Rat, den ich befolgt habe 😉

Nun, hier bin ich also wieder, vermisse trotz der bösen bösen Bloggerwelt das Bloggen. Ich habe ohnehin durch meine Arbeit viel mit Blogger zu tun und bewundere jeden, der diesen Druck aushält und wöchentlich 1A Beiträge raushaut. Nur leider bin ich das nicht. Oft habe ich auf meinem Blog geschaut und gedacht, “Wow, das ist echt schön hier, aber das fühlt sich nicht nach mir an.” Zu perfekt die Fassade, zu gestellt meine Fotos, zu unecht meine “Interessen”.

Darf ich vorstellen? Ich bin Mira, ich bin faul, ich wäre gerne perfekt aber habe keine Ausdauer für Perfektion und ich schreibe gerne. Ich schreibe gerne mit vielen Grammatik-Fehlern, ich schreibe gerne über das, was mich interessiert, was mir passiert und am liebsten würde ich über das schreiben, was mich glücklich macht. Dabei spreche ich nicht von Beauty-Artikeln oder Klamotten, obwohl diese mir wirklich viel Freude bereiten. Damit meine ich die Essenz, die mich glücklich macht. Nicht unbedingt meinen Freunden, oder euch Lesern, sondern mich. So ein Egotrip-Blog also, dass wäre schon ziemlich nice.

Was ist nun der Plan?

Gute Frage. Ich glaube, ich werde meinen Blog etwas aufräumen. Dinge, die mir nicht gefallen und sowieso niemanden etwas bringen, löschen. Dann werde ich versuchen, eine Freundin zu meiner Co-Bloggerin zu machen, dann ist es nicht so ganz ein Egotrip hier. Und dann ruf ich ein Freund an und mache Fotos. Einfach nur Fotos. Eventuell von mir, von einem Baum oder von der Sonne. #überbelichtung

Und dann werde ich schreiben, bis mir die Finger bluten. Über all die Dinge, die so viel wichtiger sind als die perfekte Foundation, der neueste Beauty-Schwamm oder die neuesten Fashiontrends. Über Glück, das glücklich sein, das Leben und Gott verdammt, wenn dieser Blog dann langweilig wird, dann ist es halt so. Solange es so ist wie ich, solange ich mich hier wieder erkenne, werde ich zufrieden sein.

Peace out!

7 Comments

  1. Lara

    5. February 2017 at 9:25

    Liebe Mira,
    ich mag den Teil mit den Grammatikfehlern. 😉 Dabei steckt da so viel mehr dahinter & ich freue mich, dass du dennoch weiter bloggst. Ich habe selbst erst Anfang Januar meine ebenfalls sechs monatige Pause beendet und bin gespannt, wie weit es mich diesmal tragen wird.
    Ich bin gespannt auf deine Co-Bloggerin – ich finde die Idee sehr schön, zumal der Perspektivwechsel auch für den Leser spannend ist.

    Viel Erfolg dir bei diesem kleinen Neuanfang & Liebe Grüße
    Lara

  2. Carolin

    5. February 2017 at 10:01

    Wie schön, mal wieder von dir zu lesen 🙂 Im Endeffekt ist es doch so: Dein Blog, deine Party. Wenn du gerne schreibst und es teilst: Lass es raus! Es gibt so viele tolle Blogs, die nischig sind und von Persönlichkeiten leben und du hast allemal eine Persönlichkeit, die binden kann!
    Ganz liebe Grüße aus Berlin!

  3. Moony

    5. February 2017 at 12:36

    Hey! 🙂

    Ich finde die Einstellung richtig gut! 🙂 So ähnlich geht es mir auch immer 😀
    Mach das, was dich glücklich macht – das sollte auf jeden Fall sehr viel mehr Wert sein, als es allen recht zu machen und alles “perfekt” zu machen! 🙂

    Liebe Grüße
    Moony 

  4. Mai

    6. February 2017 at 0:48

    MIRA! So schön von dir zu hören! Und ich finde deine Ansage super! Da ich nicht weiß, was auf dich und auf mich zukommen wird, wenn du hier mal aufgeräumt bist, kann ich nur sagen, dass ich echt gespannt bin, was kommen wird. trotz dem, was du vielleicht als “Fassade” bezeichnest, ich finde du hattest immer eine sehr authentische Art zu schreiben. Velleicht werden die kommenden Themen anders sein (in der Hoffnung, dass ich die Themen genauso interessant finde wie du!). Aber solange du deine Art beibehälst, so denke ich, wird das was 🙂
    Ganz liebe Grüße aus dem südlichen Ulm, MAi

  5. Patrizia

    6. February 2017 at 16:07

    Erstens mal muss ich sagen, dass ich deinen Blog toll finde, also das design. Ich wär auch echt gern so gut.
    nun zu deinen schönen Zeilen: MAch, was dir Spaß macht und gglücklichg macht, alles andere bist nicht du. Wir verändern uns alle und das ist auch gut so!! Ich bin durch zufall auf dich ggestoßen und so einiges nachgelesen 😉
    Man muss nicht perfekt sein. man soll es auch nicht, finde ich, denn genau das, macht einen einzigartig!

    Alles Liebe für dich ! <3  

  6. Jenny von FrauStoerchin

    6. March 2017 at 0:31

    Guter Plan! Mach was Dir Spaß macht! Liebe Grüße Jenny

  7. Glimmer

    8. May 2017 at 19:40

    Hey. In diesem Post kann ich mich total wieder erkennen. Ich habe relativ früh mit dem Bloggen angefangen (mit 12/13), doch ich wusste schon damals nicht, welche Themen ich behandeln möchte, sodass ich letztendlich über Dinge geschrieben habe, die mich gar nicht wirklich interessieren. Dadurch ist die Regelmäßigkeit natürlich auch total schleifen gegangen. Jetzt bin ich 16 und behaupte immernoch nicht, DAS Thema gefunden zu haben. Auf meinem Blog kann man viele Gedanken niedergeschrieben finden, die einfach mal sortiert werden mussten. Naja, es macht halt einfach Spaß, das Bloggen 🙂

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