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Leuchtende Augen mit Photoshop

 
Schon öfters habt ihr nachgefragt, wie man denn “dieses Leuchten” in den Augen hinbekommt, das man auf vielen Bildern sieht. Meistens ist die Antwort “gutes Licht beim Fotografieren ist die beste und einfachste Methode”. Stimmt auch, dennoch kann man das ganze auch bei Photoshop herstellen oder alternativ verstärken, was ziemlich oft Teil einer Beautyretusche ist.

 

Wie immer gibt es auch dabei mehrere Wege, die an das Ziel führen. Ich habe mich dazu entschieden, hier mal die einfachste Methode zu erklären, da ich davon ausgehe, dass viele von euch keine Lust haben lange mit Kurven rumzuspielen, sondern gerne nach ein paar Klicks fertig wären…

Zunächst beginnt ihr so wie immer: Foto auswählen und öffnen (Datei –> Öffnen). Ich habe nochmal ein anderes Bild gewählt, als das Bild, das ihr in der Vorschau seht, um euch zu zeigen, dass es bei allen Bildern funktioniert 🙂

Danach braucht ihr als erstes eine Ebene, in der ihr eure Augenbearbeitung vornehmt. Natürlich geht es auch ohne, aber um nachträglich nochmal etwas ändern zu können, ist es einfacher, wenn ihr euch die vorhandene Ebene schnell dupliziert & dann in der duplizierten Ebene arbeitet. Das geht, indem ihr rechts unten in eurer Ebenenübersicht mit Rechtsklick auf die Ebene “Hintergrund” klickt und dann “Ebene duplizieren” auswählt. Den Screenshot dazu findet ihr hier
In dem Fenster, das nach der Auführung dieses Schrittes automatisch aufgeht, könnt ihr dann der neuen Ebene einen beliebigen Namen geben – ich habe es mir einfach gemacht und sie “Leuchtende Augen” genannt.

Ab jetzt arbeiten wir in der neuen Ebene und führen die Schritte zur eigentlichen Augenbearbeitung vor. Weil es meistens schwierig ist genau frei Hand zu arbeiten, ist der nächste Schritt die Auswahl des zu bearbeitenden Bereiches & das geht am schnellsten mit dem Magnetischen Lasso, welches ihr in eurem Werkzeugkasten findet. Es funktioniert ein wenig wie ein automatisches Erkennungssystem & ihr könnt das Auge schnell definieren, indem ihr mit einzelnen Klicks darum herumfahrt.

Nachdem ihr euer Auge habt, könnt ihr jetzt mit den Lichtern und Tiefen arbeiten. Zunächst wählt ihr das Abwedler-Werkzeug aus und stellt eine Größe ein, die in etwa der Größe eures gewählten Bereiches auf dem Bild entspricht oder etwas größer ist (der Bereich außerhalb des Auges wird jetzt sowieso nicht bearbeitet, da wir ja zuerst das Lasso benutzt haben).

Ihr könnt beim “Bereich” wählen zwischen Lichtern, Mitteltönen und Tiefen. Beim Abwedler-Werkzeug empfiehlt es sich in Lichtern und Mitteltönen zu arbeiten, um die natürlichen Lichter zu verstärken und noch ein wenig mehr herauszukitzeln. Wenn ihr in den Tiefen arbeitet, kann es euch passieren, dass euer ganzes Auge inklusiver der Pupille eine unnatürlich wirkende Aufhellung bekommt, weil eben die dunklen Töne (=Tiefen) als Bereich gewählt sind. Außerdem solltet ihr darauf achten, dass die Belichtung nicht zu stark eingestellt ist – bei mir liegt sie bei nur 9%. Es ist aber eine Sache, bei der man ein wenig ausprobieren muss und die auch von Bild zu Bild verschieden sein kann. Es kann auch sein, dass ihr nicht nur einmal auf das Auge klicken müsst, sondern mehrere Male bis euch der Effekt wirklich gefällt. Auch hier gilt: Probieren geht über Studieren.

Nachdem ihr jetzt diesen Schritt beendet habt, wählt ihr das Nachbelichter-Werkzeug & stellt eine ähnliche Größe und Belichtung ein. Hier wählt ihr jetzt die Tiefen aus und dann geht das selbe Spielchen wie voher los: auf den gewählten Bereich klicken & schauen was passiert bzw. wann es euch gefällt. In manchen Fällen ist dieser Schritt auch gar nicht mehr nötig, weil das Ergebnis bereits nach der Arbeit mit dem Abwedler zufriedenstellend ist.

Nun seid ihr auch eigentlich schon fertig – wahlweise könnt ihr den Bereich auch etwas nachschärfen mit dem Scharfzeichnen-Werkzeug, aber das ist kein Muss. Ihr solltet aber eins nicht vergessen: alle Schritte, die ihr beim einen Auge angewendet habt solltet ihr auch beim anderen Auge anzuwenden. Denn selbst, wenn das durch eure Blendeneinstellung unscharf ist (so wie bei meinem Beispielbild, wo ich mit einer 1.8 gearbeitet habe), dann wirkt es doch etwas komisch, wenn ihr nur ein Auge verändert habt.

 

Wenn auch das erledigt ist, dann seid ihr fertig. Wie stark sich euer Endbild vom Original unetrscheidet, hängt davon ab, wie stark ihr die Belichtung eingestellt habt bzw wie oft ihr sie verwendet habt. Ich versuche, die Bilder immer so natürlich wie möglich zu halten, denn Augen, die unnatürlich stark abgewedelt und nachbelichtet wurden, sind auch eindeutig als bearbeitet (oder überbearbeitet) zu erkennen. Gefällt euch euer Ergebnis, könnt ihr es speichern & das war’s…

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig helfen – wenn’s Probleme gibt, einfach nachfragen 🙂
Alles Liebe, Amo

14 Comments

  1. Anne-Emely

    22. May 2013 at 11:39

    Hai 🙂
    könntest du vllt auch erklären wie das mit gimp geht ?
    Liebe Grüße 🙂

  2. Anonym

    22. May 2013 at 12:23

    Super einfach gemacht! 🙂 Wird vielen sicher eine Hilfe sein.
    Liebe Grüße,

    Blair von mermacid.

  3. gerrit.

    22. May 2013 at 12:25

    oh, danach habe ich schon so lange gesucht! danke. ♥♥♥

  4. She-Lynx

    22. May 2013 at 13:48

    Super! Ganz herzlichen Dank! Solche kleinen Hilfen sind manchmal etwas sehr schönes und dafür eine kleine Routine zu kennen, schadet nicht! Ganz herzlichen Dank für die gute Erklärung! Am 08. hätte ich übrigens morgens zeit oder am 9. vor dem Tangotanzen (muss dort um 18 Uhr in HD sein – ab 15 Uhr wäre ich wahrsch. frei). LG!

    1. AmoAmandan

      27. May 2013 at 1:13

      also ich find beides ne super Zeit
      Kann aber erst ab nächster Woche sagen, ob ich da tatsächlich nach HD kann, oder ob ich wegen der Arbeit daheim bleiben muss 🙂

      Liebe Grüße

  5. Liiisa

    22. May 2013 at 13:56

    Das ist ja einfacher als gedacht! Aber so ist es ja bei den meisten Dingen 🙂
    Danke dafür! Das probier ich demnächst auf jeden Fall aus 🙂

  6. ElbLuft und Liebe

    22. May 2013 at 14:18

    wow, das ist ja echt ein krasser unterschied. ich hab leider kein photoshop, geht das auch mit gimp?
    herzallerliebst
    ANNi

  7. Carina G.

    22. May 2013 at 14:52

    Ich muss mich den anderen anschließen: Sehr gute Hilfe! 🙂

    Allerdings besitze ich armes Kind auch kein Photoshop sondern nur Gimp und Photoscape. Funktioniert das dort auch so ähnlich?

  8. Lara Liebt

    22. May 2013 at 20:35

    Vielen, vielen Dank für das tolle und einfache Tutorial!
    Ich habe das bisher immer in einer neuen Ebene mit weißen Lichtpunkten gemacht,
    aber so ist das viel einfacher:)
    Liebst, Lara
    http://laraliebt.blogspot.de/

  9. Denim & Rouge

    23. May 2013 at 8:30

    Was für ein toller Post!
    Werde es heute gleich mal ausprobieren, das finde ich immer ganz besonders wenn die Augen auf Fotos so schön leuchten und manchmal bekommt man das einfach nicht hin ohne es zu bearbeiten – auch wenn die person sonst (in Real) leuchtende Augen hat 😀

    Danke für diesen Post 🙂 Ich hoffe ich bekomme es auch hin 😀

    lg,
    Denise

  10. Wohlfühl tinte

    23. May 2013 at 15:24

    Wunderbar. Super einfach verständlich und ganz fix nachgemacht. Danke dafür (:

  11. Lena

    23. May 2013 at 16:27

    das wird das erste sein was ich bearbeite, falls ich irgendwann mal photoshop haben sollte:D super erklärt und tolles ergebnis:3

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