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Lightroom – Making of Naturfotos

Hallo zusammen 🙂

Erstmal für alle, denen Lightroom nichts sagt:
Lightroom ist ein Programm aus dem Hause Adobe, den Machern von Photoshop, zur Verwaltung und Bearbeitung von Raw-Dateien (natürlich kann es auch jpeg-Dateien verwalten/bearbeiten).
Es ist kein kostenloses Programm, aber man kann es für 30 Tage testen und Schüler / Studenten bekommen es schon für rund 70€ (je nach Shop). Alle anderen zahlen knapp über 100€.
Ist natürlich viel Geld, ich habe jedoch für mich entschieden, dass es sich lohnt.
Ich fotografiere mittlerweile zu 90% im Raw-Format, damit ich bei der Konvertierung und Bearbeitung der Bilder den größtmöglichen Spielraum habe. Ich brauche nicht auf den Weißabgleich zu achten und Abweichungen in der Belichtung kann ich auch noch gut korrigieren.

Die Bilder sind größer als hier eingebunden, klickt ihr also auf die Bilder, werden sie größer und ihr könnt alles erkennen.

Bild #1 : touch me

Da ich aufgrund der Zwischenringe manuell belichten musste, war ich ein wenig nachlässig in der korrekten Belichtung. Wie man rechts im Histogramm sieht, ist das Bild unterbelichtet und ziemlich kontrastlos.

Was mache ich nun?

  • Weißabgleich kühler einstellen
  • Belichtung und Kontrast hochziehen, ebenso die Tiefen
  • im Gegensatz dazu habe ich die Lichter wieder gerettet, damit sie nicht “ausbrennen” (=komplett weiß werden)
  • Dynamik und Klarheit werden ebenfalls erhöht.

Erstaunlich, was man mit ein paar Reglern erreichen kann! Das Bild enthält so viel Farbe, man muss es nur herauskitzeln.
Es verstärkt sich hierbei natürlich das Rauschen im Bild, was man schon am Screenshot sehen kann. Im Bereich “Details” habe ich das Bild am Ende entrauscht, sodass man nichts mehr davon sieht – eine große Stärke von Lightroom.

Damit der Fokus auf dem Bildmittelpunkt bleibt, habe ich eine leichte Vignette angewandt.

Nun kommt ein kleiner “Trick”, den ich eigentlich gar nicht verraten wollte – aber ich bin heute mal so nett 😉
In Lightroom kann man Verlaufsfilter anlegen, seit der neuesten Version beinhalten diese Filter auch den Weißabgleich. So habe ich von links oben kommend das Bild wärmer gemacht und aufgehellt, während ich rechts unten die Ecke kühler habe wirken lassen.

Bild #2 : reaching

Auch dieses Bild wieder wieder ziemlich unterbelichtet.

Ich habe nun wieder das gleiche gemacht wie vorhin:

  • Belichtung und Kontrast erhöht
  • Dynamik und Klarheit hochgedreht
  • Weißabgleich kühler gemacht

Als nächstes bin ich zur Teiltonung gewechselt, wo man Tiefen und Lichter getrennt voneinander einfärben kann. Die Schatten wurden bläulich, die Lichter bekamen einen Orangestich.

Hier ist nur so viel dazu zu sagen: Die Farben ändern sich, je nachdem, welches Farbprofil eingestellt ist. Unter anderem stehen hier auch die Kameraprofile zur Auswahl, im Falle von Nikon also “Vivid”, “Portrait”, …

Als letzten Schritt habe ich – wie eben schon – wieder die Verlaufsfilter über mein Bild gelegt. Gleiches Prinzip 😉

Bild #3 : Regenfänger

Das dritte Bild ist – man mags kaum glauben – auch unterbelichtet.

Aufgrund der hellen Lichtreflexionen muss man besonders aufpassen, dass diese Stellen nicht überbelichten, wenn man das Bild aufhellt. Deswegen habe ich den Lichter-Regler bis zum Anschlag nach links geschoben.

Wie man sich nun denken kann, habe ich auch hier wieder den “Verlaufsfiltertrick” angewandt, um dem Bild ein wenig mehr Spannung zu geben.

Ich kann gar nicht mehr viel sagen, außer: Schaut euch die Bilder an!

Und wenn ihr auch Lightroom-Nutzer seid, dann probiert einfach alles aus. Man kann mit Lightroom nichts kaputt machen, alles was ihr tut, ist vollkommen nicht-destruktiv.

Falls ihr mit einem anderen Raw-Konverter arbeitet, gilt hier das gleiche: Ausprobieren! Ich denke viele Dinge aus meinem Workflow sind auch auf andere Programme übertragbar.

Liebe Grüße,
Jenny

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