Diary, thoughts

Turn out the light

Bevor die Welt begann, saßen wir zusammen in einem Garten auf einer Bank, abseits von Eden. Du hattest den Mond erschaffen. Das Leuchten des Mondes spiegelte sich in deinen Augen, sodass ich dich immer finden konnte. Ich konnte immer sehen, wenn du geträumt hattest, denn dann funkelten sie besonders schön. Und wenn du gelacht hattest, leuchteten alle Farben um uns, zwar nur kurz, aber in voller Pracht auf.

Sieben Nächte lang, wir schufen nicht nur diese Bäume, unter dem wir uns versteckt hatten, auch Trauer, Freude, Liebe und all diese Dinge, die nur wir empfinden konnten, entstand aus unserer Macht. Und dann brach die achte Nacht ein, und wir woben ein Band aus blutroter Seide, damit wir uns nicht verlieren.

Hand in Hand liefen wir zum Tor. Du sagtest, wir werden uns wieder sehen. Ich vertraute dir, schaute noch ein letztes Mal in deine Augen, die den Schein des Mondes reflektierten.

“Wir werden uns wieder sehen.”

Ich finde dich wieder, an einem warmen Nachmittag, in einem endlosen Chaos, so groß wie das Meer. Und du mitten drin. Du merkst nicht, dass ich dich gefunden habe. Ich stehe am Strand voller Scherben, die das Meer anschwemmte. Ich rufe deinen Namen, doch du hörst es nicht. Du suchst etwas, doch ich kann nicht erkennen, wonach. Dein Gesicht ist erstarrt, das Leuchten aus deinen Augen gewichen. Ich stehe etliche Stunden am Strand, die Scherben bohren sich in meine Füße, und rufe. Doch das Chaos nahm dir dein Augenlicht und machte dich taub.

Also sprang ich. Ins Chaos. Ich weiß, das bedeutet mein Untergang. Doch du wirst Lachen, und alles erstrahlt im hellem Licht. Und das Chaos wird von dir weichen.

photo via RYAN SCHROEDER

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