Diary, thoughts

Everything you do is a balloon

Übertrieben gesehen ist das ganze eigentlich normal. Naja. Dumm formuliert, ich weiß. Eigentlich ist das ja normal. Oder etwas weniger als normal. Ich weiß es nicht. Es ist nicht normal, wenn wir uns streiten. Aber ich glaube ich habe dir letztens den allerletzten Nerv geraubt. Aber sagen wir mal so, du hast mich angekotzt. Entschuldigung.

Ich sehe da eigentlich keine große Möglichkeit mehr. Du hast genug von dem Mist. Und es wäre jetzt auch vielleicht besser, wenn ich gehe. Die Entscheidung fällt mir schwer, aber nach drei durchgeheulten Nächte kannst du nichts anderes erwarten. Jeder war dafür. Ich sollte mich von dir distanzieren. Und ich kann es selber nicht glauben, dass ich auf die höre. Aber diesmal ist es wohl wirklich besser so. Ich meine, ich bin in deiner Welt ja irgendwie… sinnlos. Das hast du doch selber gesagt. In deiner Welt ist jeder sinnlos. Mehr brauchst du auch nicht zum leben. Dein Computer und ein Glas Milch, das nie leer wird. Ein Leben in einem Raum. Deine Mutter ist unwichtig, deine Brüder sind unwichtig, Georg, Johannes und was weiß ich sind unwichtig, ich bin unwichtig. Gott, bin ich pessimistisch. Minderwertigkeitskomplexe.

Wer bist du? Das habe ich dich am Anfang mal gefragt. Und das habe ich dir letztens auch gefragt. Wer bist du? Ich weiß es noch immer nicht. Du hast noch nie viel von dir erzählt. Aber du hast oft gelacht. Das schätze ich sehr an dir. Du kannst so offen über irgendetwas lachen. Damals. Jedesmal, wenn ich wieder Müll geredet habe. Die guten alten Zeiten. Ich will sie wieder zurück haben. Dein Standardsatz damals war „Ich weiß“. Und jetzt höre ich nur noch „Weiß nicht.“. Bin ich daran schuld? Ich habe das Gefühl, ja. Natürlich wirst das abstreiten. Dennoch hab ich Recht. Ich bin auf jeden Fall ein Mitgrund. Als ich dich mal gefragt habe, wer dir am nähesten steht, da sagtest du, ich wäre diejenige. Es gibt so viele Sachen, die mich zurückhalten können. „Es gibt noch andere Kranke mit Locken.“ Den Satz gab es auch mal. „Die nicht so Probleme haben wie ich.“ Mir sind die anderen relativ egal. Klar, es gibt noch andere, die krank sind und Locken haben, aber das sind doch nicht die Gründe, warum ich mit dir befreundet bin. Das ist doch nie und nimmer der Grund. Glaubst du etwa, nur deswegen hänge ich an dir? Ich bin nicht so oberflächlich. Vielleicht hast du es noch nicht bemerkt, aber Menschen lieben dich nicht wegen deines Aussehens. Du Arsch.

In a Beautiful Place Out in the Country

photo via PASQUALE VITIELLO

Leave a Reply